Die Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Lauf


Obwohl nur wenige Aufzeichnungen vorliegen, ist durch Aussagen von älteren Gemeindebürgern nachweisbar, dass im Jahre 1895 der erste Versuch unternommen wurde, eine örtliche Feuerwehr Organisation aufzubauen. Man wollte endlich alle kulturellen und wirtschaftlichen Güter des Ortes aus eigener Kraft schützen können. Diesem Versuch war jedoch nicht der gewünschte Erfolg beschieden.

Nach dem vorliegendem Gründungsprotokoll wurde die Feuerwehr Lauf am 19. Juli 1896 gegründet. Damals traten sofort 52 Personen der Feuerwehr bei. Als Führungskräfte wurden am 19. Juli 1896 gewählt:

  1. als Vorstand der Ökonom und Bürgermeister Georg Ries
  2. als Kommandant der Steinbrecher Andreas Fischer
  3. als Schriftführer der Lehrer Andreas Rickert



Noch im Jahre 1896 traten 43 Mitglieder der Sterbekasse des bayerischen Landes-Feuerwehr-Verbandes bei. Wenige Monate später hatte man das erste verstorbene Mitglied zu beklagen. Die FFW beteiligte sich am Begräbnis und am Gottesdienst, aus der Sterbekasse bekam die Mutter des Verstorbenen ein Sterbegeld.

Während die ersten Anfänge im Jahre 1895 nach Zeugenaussagen am nicht vorhandenen Material scheiterten, war man dann im Gründungsjahr etwas besser vorbereitet. Am 15. August 1896 wurde die Feuerwehr mit verschiedenen Gerätschaften ausgestattet. Es wurden Helme, Gurte und Leinen angeschafft. die Anschaffung konnte jedoch nur mit einem Kredit in Höhe von 400 Mark zu 4% Zinsen getätigt werden. Alle Mitglieder mussten sich damals bereiterklären, für diese Schulden persönlich zu haften.

Ab August 1896 wurde auch eine monatlich Beitragszahlung von "zehn Pfennigen" je Mitglied vereinbart und eingeführt. Die erste Handdruckspritze wurde im gleichen Jahr angeschafft. Sie ist heute noch im Besitz der Feuerwehr.

Um die Feuerwehrleute auch regelmäßig zu den Übungen zu bekommen, wurden schon frühzeitig Geldstrafen eingeführt. Dies belegt eine Niederschrift vom 18.12.1898 folgendermaßen: "Mitglieder, die ohne genügende Entschuldigung Übungen versäumen, werden im ersten Fall mit 20 Pfennig, im zweiten Fall mit 50 Pfennig und im dritten Fall mit Ausschluss bestraft.

Auch führten die Laufer eine Art "Feuerschutzabgabe" ein. "Feuerwehrleute von über 45 Jahren, sowie solche, die wegen körperlicher Gebrechen nicht exerzieren können, ferner Geschäftsleute wie Wirte können gegen Entrichtung eines Jährlichen Beitrages von mindestens 1 Mark von den Übungen entbunden werden."

In der Generalversammlung vom 4. Februar 1900 wurde die Rechnung des abgelaufenen Jahres präsentiert. Einnahmen: 114,34 Mark – Ausgaben: 110,30 Mark. Bei der Vermögensaufstellung standen 220 Mark Spareinlagen den 400 Mark an Schulden gegenüber.

Ohne Beanstandung blieb eine gründliche Revision der Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenstände. Die Mitgliederwruden im Rahmen dieser Revision darauf aufmerksam gemacht, dass sie bei Beschädigungen oder Verlust für die anvertrauten Sachen voll aufzukommen haben. Ebenso hätten sie die Sachen stets in tadellosem Zustand zu halten und diese auch bei den Übungen zu benutzen.

Nichts könnte wohl besser den Stolz und den Gerechtigkeitssinn der Feuerwehrleute ausdrücken als der dem Protokoll vom 29.06.1912 entnommene Beschluss: "Einwohner, denen am 19.07.1896 - also am Tag der offiziellen Gründungsversammlung – Gelegenheit gegeben war, der Freiwilligen Feuerwehr Lauf beizutreten, dies jedoch unterlassen haben und sich erst jetzt zum Beitritt entschließen, haben sämtliche Monatsbeiträge seit Gründung im Falle der Aufnahme nachzuentrichten."

Eine originelle Erbschaft erhielt die Feuerwehr von ihrem Mitglied Josef Fleischmann, von Beruf Schneider, und dies wurde unter dem 29.09.1903 wie folgt festgehalten: "Bei meinem erfolgtem Tode tritt sämtliche Mitgliedschaft der Freiwilligen Feuerwehr Lauf in den ungehinderten sofortigen Besitz meiner Nähmaschine."

Ab 1906 würden die Mitglieder, die das 50. Lebensjahr überschritten haben, von den Schulübungen entbunden, sie wurden jedoch verpflichtet, jährlich die Hauptübung zu besuchen. Für Beitragssäumige wurde eine letzte Frist von 4 Wochen festgelegt, bevor dann der endgültige Ausschluss folgen sollte.

Im Juni 1907 findet sich eine erste Aufzeichnung über die vom Bezirksfeuerwehrinspektor persönlich abgehaltene Inspektion. Dessen Urteil lautete: "in allen Übungen waren die Mannschaften exakt und erhalten vor allem für das gute Exerzieren Lob und Anerkennung."

Einen Nachweis für die erste gemeindliche Finanzspritze finden wir aus dem Jahre 1908. Änderungskosten für die Feuerwehruniformen und Helme sowie den Ankauf von neuen Schläuchen wurden von der Gemeinde Lauf übernommen.

Am 21.01.1912 beschloss die Feuerwehr, in naher Zukunft eine neue Fahne und Paradeuniformen anzuschaffen. Außerdem ließen sich die Mitglieder für einen Jahresbeitrag von 5 Pfennigen in die Kasse des Invalidenheimes aufnehmen. Der 1. Weltkrieg beendete alle feuerwehrlichen Aktivitäten, und das Protokollbuch blieb – erstmals in der Laufer Feuerwehrgeschichte – ohne Einträge.

Am 18.01.1925 betrug der Jahresbeitrag 1 Mark, der in zwei gleichen Teilen eingehoben wurde. Für auswärtige Brandeinsätze standen Franz Stöhr und Joseph Simon mit ihrem Fuhrwerk bereit. Die Entschädigung übernahm die Gemeindekasse.

Vom 21.01.1934 an musste jedes Mitglied bis zum 65. Lebensjahr ausrücken. Aus dieser Zeit des Nationalsozialismus, in der das gesamte Vereinswesen zum Erliegen kam und von den Mächtigen unterbunden wurde, gibt es – zum zweiten Mal in der Laufer Geschichte – keinerlei schriftlichen Dokumente.

Am 28. Dezember 1947, als der damalige Bürgermeister Oppelt erstmals nach dem 2. Weltkrieg eine Versammlung anberaumte, um den Feuerwehrgedanken wieder zum Leben zu erwecken, da ging es in der Laufer Wehr weiter. Die alte Handdruckspritze aus dem Gründungsjahr war noch immer der Mittelpunkt um den sich alles bei den Übungen versammelte.

Am 11. Januar 1952 wurde die Mustersatzung für Feuerwehren diskutiert, und im Jahre 1957 wurde dann der Feuerwehrverein Lauf nach der neuen Satzung gegründet. diese ermöglichte vor allem eine engere Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung. So konnte mit deren Hilfe 1961 eine gebrauchte Motorspritze von den Holzwerken in Zapfendorf gekauft werden.

Feuerwehrmänner der FF Lauf 1960

Lange Zeit war die Laufer Wehr sehr schlecht ausgerüstet. Zwar hatte sie die ganzen Jahre über die Verantwortung für den Brandschutz in der Gemeinde mitzutragen, aber nie war eine Ausrüstung der verlangten Aufgabe entsprechend vorhanden. Der damalige Bürgermeister der Gemeinde Lauf, Michael Martin, und der Gemeinderat konnten in den folgenden Jahren die Ausrüstung der Wehr Stück für Stück verbessern, und so fand die Feuerwehr Lauf zusammen mit der Löschgruppe Roth Anschluss an die moderne Anhänger erworben, da die alte Pumpe die Zuverlässigkeitsprüfung nicht mehr bestand. Die neue Pumpe war der Anlass, dass sich die Feuerwehr Lauf an die ersten Leistungsprüfungen wagte. 1970 legten schließlich die ersten Gruppen der Wehr in Lauf die Leistungsprüfung der Stufe Bronze ab.

Vom 22. bis 24. Mai 1970 wurde das 75-jährige Gründungsfest gefeiert. Diese Jubiläumstage, die verbunden waren mit dem 1. Kreisfeuerwehrtag des Landkreises Bamberg, waren ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Wehr. In Eigenleistung wurde ein Feuerwehrgerätehaus errichtet und seiner Bestimmung übergeben. auch wurde zu diesem Jubiläum die schon 1912 beschlossene Vereinsfahne nun angeschafft und geweiht.

Feuerwehrfahne FF Lauf VorderseiteFeuerwehrfahne FF Lauf Rückseite



Ein weiterer bedeutsamer Beschluss der bis zum 1. Juli 1972 selbstständigen Gemeinde Lauf war die Anschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges, welches im November 1972 geliefert wurde.

21 Feuerwehrkameraden wurden für 25-jährige Feuerwehr-Dienstzeit mit Urkunde und dem Feuerwehrehrenzeichen geehrt. Weiß Josef, Weiß Baptist, Stober Richard und Michael Martin wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Rechtzeitig zum Fest konnten einige Löschgruppen der FW Lauf ihre Leistungsprüfungen erfolgreich ablegen. Das nun fast zehn Jahre alte Feuerwehrgerätehaus, das einige Schäden aufwies, sollte für dieses Jubiläum wieder renoviert und die gesamte Außenfassade neu gestrichen werden. Über dem Eingang wurde die Aufschrift "Freiwillige Feuerwehr Lauf, gegr. 1896" angebracht.

Die Jahre 1981 bis 1986 standen ganz im Zeichen der Aus- und Fortbildung. Konnten doch in diesen Jahren wieder mehr Gruppen ihre Leistungsprüfungen ablegen. Besonders erwähnenswert ist 1984, in welchem 4 Löschgruppen die Prüfungen in den verschiedensten Stufen bestanden. Dies setzte sich auch in 1986, dem Jubiläumsjahr für 90 Jahre Feuerwehr Lauf, fort: weitere 4 Gruppen bewiesen durch erfolgreiche Teilnahme an der Leistungsprüfung ihren hohen Ausbildungsstand. Mit dem Jahre 1982, als Schneiderbanger Otmar Kommandant wurde, musste sich nun jeder Feuerwehrmann einer intensiven Ausbildung unterziehen. Damit war der Grundstein für einen Kontinuierliche Ausbildung mit den Leistungsprüfungen im Rhythmus von zwei Jahren gelegt. Am 28.06.1984 konnte die Gruppe 1 als erste Löschgruppe die Vorstufe – Gold erreichen.

Vom 20. - 22. Juni 1986 feierte die Wehr das 90-jährige Jubiläum. 12 Männer aus Lauf und 4 Feuerwehrmänner aus Roth wurden für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt, 4 Männer erhielten das goldene Ehrenzeichen für 40 Jahre. 90 Vereine beteiligten sich bei herrlichem Wetter am Festzug in Lauf.

Kommandant Otmar Schneiderbanger trat am 29.11.1987 zurück, weil er von einer Führungskraft des Feuerwehrvereins beleidigt worden war. Zum neuen Kommandanten wählten die aktiven Wehrmänner Batz Michael, der dieses Amt bis 2005 inne hatte.

1988 wurde auch die Organisation des Feuerwehrvereins neu geordnet. In der Generalversammlung wurde die neue Satzung des Vereins diskutiert und mehrheitlich angenommen. Der Jahresbeitrag beträgt seit Inkrafttreten dieser Satzung jährlich DM 2,-. Der Verein zählt die aktiven Feuerwehrleute, ehemalige Feuerwehrleute und fördernde Mitglieder.

1988 konnten wir auf unsere beiden ersten Goldgruppen stolz sein. Gruppe 1 mit GF Siegfried Neuberger und Gruppe 2 mit GF Karl-Heinz Übelacker legten erfolgreich die Goldprüfung ab.

Unter der Bauleitung von Erwin Fischer wurde ein Anbau am Feuerwehrgerätehaus geschaffen. Ein kleines Sitzungszimmer ergab sich beim Vollzug der Baumaßnahme wie von selbst. Auch konnte der langgehegte Wunsch der Feuerwehr, im Feuerwehrhaus eine Toilette einzubauen, endlich in Erfüllung gehen.

Um die Übungsmöglichkeiten zu verbessern, erstellte die FFW Lauf auf einem Gemeindegrundstück am alten Sportplatz neben dem Laufer Bach einen Übungsplatz. Unzählige Übungen wurden dort in den zurückliegenden Jahren durchgeführt, die Möglichkeit , das Wasser des Laufer Baches für Übungszwecke anzustauen gab den Ausschlag für die Erstellung dieses Übungsplatzes, an dem auch die Leistungsprüfungen abgenommen werden.

In der Zeit, als Siegfried Neuberger von 1971 bis 1981 als Kommandant die Wehr leitete, wurde beschlossen, dass Feuerwehrmänner nach Ableistung von 25 Jahren Feuerwehrdienst aus dem aktiven Dienst ausscheiden können. Der Grund für diese Entscheidung lag darin, dass der Feuerschutz wegen des jährlichen Zuwachses an jungen Feuerwehrleuten für Lauf gesichert war. Damit war aber auch festgelegt, dass in Lauf, sofern diese Regelung Bestand hat, keine Auszeichnungen für 40 Jahre Feuerwehrdienst möglich werden.

Nur ein Dauerfeuerwehrler aus Lauf schaffte es dennoch. Schneiderbanger Andreas, bereits in vielen Funktionen des Feuerwehrvereins und der Wehr tätig, als Wehrmann, Gruppenführer oder Kommandant, brachte es zur damaligen Zeit als einziger Laufer auf 40 aktive Dienstjahre. Mit der Ehrung wurde er wegen dieser besonderen Verdienste am 25. August 1990 zum Ehrenmitglied ernannt.

Im Juli 1994 war es dann endlich so weit. Der Kreis konnte sich schließen. Bei herrlichstem Wetter legten die Löschgruppen 1 und 2 am 15. Juli 1994 die Leistungsprüfung der Endstufe Gold/Rot ab. Um die Ehre, die erste Gold/Rot-Gruppe der Laufer Wehr zu sein, musste schließlich vor der Prüfung noch gelost werden. Das Losglück war der Gruppe 2 mit GF Karl-Heinz Übelacker hold. Somit gibt es seit dem Juli 1994 erstmals Feuerwehrler in Lauf, die das gesamte Ausbildungs- und Prüfungsprogramm des Feuerwehrdienstes durchlaufen haben.

Für die jungen Wehrmänner soll das gegebene Beispiel eine Verpflichtung sein, zukünftig keine Lücken mehr entstehen zu lassen, und durch stete Ausbildung und regelmäßige Leistungsprüfung soll öffentlich bewiesen werden, dass die Laufer Wehr den Aufgaben der modernen Zeit voll gewachsen ist und die Bürgerschaft sich auf ihre Wehrmänner in Notfällen voll verlassen kann.

Wenn man die FFW Lauf in ihrer Gesamtheit betrachtet, so kann man feststellen, dass sie gut ausgestattet ist, sie über eine hervorragende Ausbildung verfügt, sie auf die Zuverlässigkeit und die stete Bereitschaft der Wehrmänner zählen kann. So ist sie in der Lage, "abwehrenden Brandschutz" und "technische Hilfsdienste" für den Ort, die Gemeinde und die nähere Umgebung zu leisten.

Informationen zu den größten Einsätzen der FFW Lauf:

Dass dies notwendig ist, bewiesen allein 7 Großbrandeinsätze in der Zeit von 1895 bis 1970 in in den Ortschaften Lauf und Roth, bei Brandunglücken in den Anwesen Ziegelhöfer Michael, Sommer Hans, Landgraf Franz, Volksschule Lauf, Simon Sebastian, Kriebel Michael (Roth), Schneider Franz (Roth).

Weitere Einsätze der Feuerwehr Lauf waren: Brand Schuttplatz in Lauf (25.04.1973), den Mähdrescher von Ludwig Stöhr (16.08.1973), die Scheune von Franz Hennemann in Zapfendorf (16.08.1973), das Stroh von Betz Josef (17.12.1974) löschen. Zum Scheunenbrand wurde die Wehr nach Oberleiterbach (31.08.1977) gerufen. Im Einsatz war die Wehr beim Brand des Teppichschuttplatzes der Fa. Schaeffler bei Sassendorf (31.03.1978), ein Wochenendhaus im Herrgottswinkel in Lauf brannte am 22.06.1978, Hochwassereinsätze gab es am 07.02.1980 in Kemmern und am 08.12.1981 in Zapfendorf. Im Jahre 1982 wurde ein Wiesenbrand in Lauf (05.04.1982) und ein Geräteschuppenbrand im Sonnenhang (29.09.1982) gelöscht. Im Einsatz war die Wehr auch beim Scheunenbrand Postler in Sassendorf am 04.08.1982. Am 09.11.1984 rückte die Wehr zum Auspumpen der Kläranlage in Zapfendorf aus, und beim Brandeinsatz in Ebing, am 18.10.1985, halfen 24 Feuerwehrmänner.

Der mit Abstand größte Brandeinsatz in der Geschichte der FW Lauf war in den Holzwerken in Zapfendorf. Im Jahre 1989 rückten früh um 3:00 Uhr 21 Feuerwehrmänner aus. Beim Großbrand der Holzwerke am 21.08.1990 war die Wehr zwei Tage im Einsatz. Als nämlich ein großer Rauchaustritt aus den Hallen der Holzwerke von heimfahrenden Laufer Feuerwehrmännern bemerkt wurde, begaben sie sich sofort zum Gerätehaus.

Per Hand löste der Kommandant den Alarm aus, worauf sich sofort 20 Männer einfanden, um den Kampf gegen die Flammen aufzunehmen. Gegen 0:45 Uhr verließ eine Gruppe das Brandobjekt, um sich etwas zu erholen und um 6 Uhr wieder an der Einsatzstelle zu sein. Dieser zweite Einsatz dauerte bis 15:30 Uhr. Um 18 Uhr wurde wieder Alarm gegeben um bei den Nachlöscharbeiten mitzuhelfen. Um 0:30 Uhr wurde dieser Einsatz als beendet erklärt. Die Laufer Wehr war bei diesem Großbrand zwei Tage mit zusammen 27 Wehrmännern und 315 Stunden im Einsatz.

1992 war die Hilfe der Feuerwehr notwendig, als im Asylantenhaus in Lauf ein Zimmerbrand ausgebrochen war. Am 13. Mai 1993 wurde die Wehr zum Brandeinsatz nach Unterleiterbach gerufen. Um 03:15 Uhr fanden sich 17 Feuerwehrmänner ein, um in Unterleiterbach beim Löschen zu helfen. Hauptaufgabe war damals, eine Wasserversorgung vom Main her aufzubauen. Die Feuerwehr Lauf bekam den Auftrag, die Bahnlinie mit der Wasserversorgung zu unterqueren, dazu kam noch 1993 ein Ölofenbrand in Lauf bei Juraschek.

1995 war eine technische Hilfeleistung notwendig. In Lauf am Mühlweg war der Kanal verstopft, so dass das Wasser in die Reihenhäuser am Friedhof zurückstaute. Hier musste der Kanalschacht leergepumpt und der Abfluss von Unrat befreit werden. Zu einem Autobrand wurde die Wehr nach Unterleiterbach gerufen, ein Eingreifen war jedoch nicht mehr nötig. Schließlich gab es noch einen großen Wasserschaden in der alten Schule Lauf. Mehrere Tage lang waren Wehrmänner im Einsatz, um das Wasser aus den verschiedenen Räumen abzusaugen, die Elektrik wieder in Gang zu bringen, zu belüften und durchzuheizen.

Vorstände des Feuerwehrvereins Lauf

1912-1913 Schmitt Baptist
1912-1929 Fischer Andreas
1929-1934 Stöhr Franz
1934-1947 Ziegenhöfer Franz
1947-1966 Oppelt Nikolaus
1966-1981 Martin Michael
1981-1998 Fischer Erwin
1998-2007 Übelacker Karl-Heinz
2008-heute Förner Rudolf

Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Lauf

1895-1910 Fischer Andreas
1910-1920 Schneiderbanger Andreas
1920-1925 Stöhr Johann
1925-1934 Dietz Georg
1934-1947 Landgraf Franz
1947-1952 Fischer Peter
1952-1961 Weiß Baptist
1961-1971 Stober Richard
1971-1981 Neuberger Siegfried
1981-1982 Schneiderbanger Andreas
1982-1987 Schneiderbanger Otmar
1987-2005 Batz Michael
2005-2009 Stöhr Jürgen
2009-heute Neuberger Thomas